• Jeanet Marit Herbst 01
    JEANET MARIT HERBST
    JEANET MARIT HERBST
    - DIE ERWEITERUNG DES EVIDENZBASIERTEN DESIGN -


Healing Environments

Die Erweiterung des Evidenzbasierten Design

Das Wohlbefinden und Gefühlsleben von Menschen wird durch viele Faktoren beeinflusst. Wo sich der Mensch auch immer bewegt, er bewegt sich stets in einem Raum, dem Raum der Natur oder dem Raum in einem Gebäude. In öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Schulen und Psychiatrien halten sich Menschen mit unterschiedlichen Biographien auf.

Jeder bringt seine eigene Sozialisierung und Erfahrung mit in den Raum. Ob Schule, Krankenhaus oder Museum - wie die Zeit des Aufenthalts in einem Gebäude erlebt wird, hängt nicht nur von persönlichen, kommunikativen, erzieherischen und therapeutischen Aspekten ab, sondern auch von den über die Sinnesorgane wahrgenommenen räumlichen, farblichen und akustischen Reizen.

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Environments

Treffen wir uns das erste Mal mit einer Person zu einem Gespräch, können wir sie sympathisch oder unsympathisch finden, anziehend oder abstoßend – und das ganz unabhängig von dem Inhalt ihrer Aussagen. Unsere Empfindungen gegenüber der Person werden durch ihre Stimme, Kleidung und Körperhaltung beeinflusst. Auch Statur, Bewegung und Geruch können Ablehnung oder Zuneigung auslösen. Eine charismatische Person erzielt ihre einnehmende Wirkung weniger über die Wortwahl, als über die andere Menschen vitalisierende und animierende Ausstrahlung. Ebenso verhält es sich mit Gebäuden und Räumen.

Räume wirken auf den Menschen und beeinflussen sein Erleben auf vielerlei Art und Weise. Die Raumwahrnehmung ist komplexer, als sich zunächst vermuten lässt. Sie setzt sich aus dem Erleben von Distanzen, Flächen, Farben, Perspektiven, Lichtern, Gerüchen, Tönen und Strukturen zusammen. Je nach Raum und Nutzung sind Kriterien zu erfüllen, um eine anforderungsgerechte und förderliche Aufenthaltsqualität zu erzielen. Mit dem innovativen Konzept Healing Environments steht Bauherren, Architekten und Innenarchitekten erstmals ein organisches Gerüst zur Verfügung, in das sich alle Komponenten des integrativen Raumerlebens ordnen, eingliedern und symbiotisch miteinander verschränken lassen. Healing Environments gibt dem Raum eine neue Dimension.

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Natur

Der Mensch ist seit jeher den Einflüssen der Natur unterworfen. Landschaften, Klima, Fauna und Flora bestimmten für Jahrhunderte über das Wohlergehen des Homo Sapiens.

Trotz des technischen Fortschritts wird der Mensch auch heute noch in hohem Maße von der Natur beeinflusst – oftmals, ohne dass er es bemerkt. Die einzelnen Tageszeiten wirken sich auf den menschlichen Biorhythmus ebenso aus wie Jahreszeiten und verschiedene Wetterverhältnisse. Im Winter löst das schwindende Tageslicht bei vielen Menschen depressive Verstimmungen aus. In Grünanlagen finden Menschen Erholung und entspannen sich. Auch in der Ausgestaltung von Räumen und Lichthöfen in Kliniken, Psychiatrien und Museen lässt sich mit Mitteln des Landschafts- und Gartenbaus eine heilsame und den Aufenthalt unterstützende Wirkung erreichen. Innerhalb des Konzepts von Healing Environments stellen gärtnerischer Akzente einen wichtigen Baustein dar, um den Menschen während seines Aufenthalts in einem Raum oder Gebäude mit der Natur zu verbinden. Der integrative Ansatz von Healing Environments trägt dazu bei, dass naturnahe Komponenten die Erlebnisqualität und das Wohlbefinden steigern. Auch therapeutische Ansätze lassen sich mit dem Konzept Healing Environments und der innovativen Vernetzung von Natur, Architektur, Farben und Klängen in neue konstruktive Formen überführen.

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Architektur

Die architektonische und räumliche Ausgestaltung eines Gebäudes wirkt sich unmittelbar auf das Wohlergehen der Menschen im Gebäude aus. Räume können je nach Größe und Zuschnitt unterschiedliche Gefühle und Zustände auslösen. Enge und schmale Räume wirken beklemmend und hemmend, während große und weite Räume Freiräume schaffen, aber auch Unsicherheit hervorrufen können.

Der Zuschnitt und die Verbindung mit anderen Räumen hat großen Einfluss darauf, wie gut wir uns orientieren können und wie schnell wir uns sicher fühlen. Auch die Farben und Symbole tragen zum Raumerleben bei. Wie sehr die Raumgestaltung das Wohlbefinden des Menschen beeinflusst, ist auch aus der Kunst bekannt. In vielen Kunstwerken des Expressionismus drücken schräge Wände, schmale Fenster und tiefe Zimmerdecken Angst, Pessimismus und Beklemmung aus. Aber auch überhohe Räume und ungestaltete, leere Raumsegmente können Menschen unwohl und einsam fühlen lassen. Mit Healing Environments steht ein Konzept bereit, das die Gebäudeauslegung und Raumgestaltung mit allen anderen für das Erleben wesentlichen Aspekten wie Farben, Strukturen und Klängen verbindet und in ein bündiges Format stellt. Durch die Verschränkung von Architektur mit Farbakzenten, Raumbeleuchtung und intuitiv erfahrbaren Symbolsystem schafft Healing Environments eine neue Dimension der Aufenthaltsqualität.

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Symbol

Leitsysteme, Kleidungen und physische Funktionalitäten wie Handlauf und Taster sind im Rahmen des Healing Environment Konzepts wichtige Akzente, die das Gesamterleben in einem Gebäude beeinflussen. In Einrichtungen wie beispielsweise Kliniken, Psychiatrien und Bildungseinrichtungen ist auch Barrierefreiheit ein wichtiger Aspekt, der die Notwendigkeit einer konsistenten Symbolsprache deutlich macht.

Healing Environments geht noch einen Schritt weiter. So kann auch die Farbe bestimmter Kräuter aus der Umgebung ihre Entsprechung in einer für Symbole und andere Leitinstrumente oder Flächen verwendeten Farbgebung finden. Werden die Kräuter auch für das Garnieren von im Gebäude zubereiteten Speisen verwendet, erfolgt eine Verknüpfung mit dem Geschmackssinn und führt zu einer Rezeption auf mehreren Ebenen. Der durch das harmonische Sinnempfinden erlebte Rapport vitalisiert und steigert das Wohlbefinden der Bewohner und Besucher. Die Belegung von Symbolen und Leitinstrumenten mit geschmacklichen Assoziationen stellt eine neuartige und als einzigartig erlebte Erfahrungsdimension mit therapeutischem Effekt her. Nur ein Beispiel für die innovative Kraft von Healing Environments. Die in einem Gebäude genutzten Symbole und Piktogramme sollten von allen Nutzern nicht nur intuitiv gelesen und verstanden, sondern auch im Kontext mit den übrigens, für die Raumgestaltung genutzten Komponenten gesetzt werden. Dies setzt einen ganzheitlichen Ansatz für das Design und die Ausgestaltung der jeweiligen Elemente voraus. Durch eine organische und ergonomische Ausgestaltung, die mit dem gesamten für das Gebäude verwendeten anthropologischen Konzept in Einklang steht, lässt sich bei Bewohnern und Besuchern ein hohes Maß an Orientierung, Sicherheit und Wohlbefinden erzielen. Mit Healing Environment werden Symbole und Leitsysteme ein integrativer Bestandteil des Gebäudes und richten sich konsequent an der inhaltlichen und sozialen Raumidentität aus.

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Soziales

In jedem Gebäude begegnen sich Menschen, die eine mehr oder weniger intensive Verbindung miteinander eingehen. In vielen Fällen stellt das soziale Miteinander aber sogar den Hauptaspekt der Gebäudenutzung dar. Bei Kliniken, Krankenhäuser und Psychiatrien liegt der Schwerpunkt auf Heilung und Therapie, daher sind die Anforderungen an die Ausgestaltung von Räumen andere als etwa in einem Museum oder in einer Universität. Dennoch geht es in fast allen Gebäuden darum, Menschen die Kommunikation miteinander zu erleichtern und eine konstruktive und die Beziehung förderliche Umgebung zu schaffen. Schulungsräume, Therapieräume, Rückzugsräume und Cafeterien erfahren jeweils eine eigene und spezifische Nutzung. Mit Healing Environment steht Architekten und Bauherren ein Instrument zur Verfügung, mit dem sich Treffpunkte und Aufenthaltsräume von Beginn an in bislang unerreichter Konsistenz und Stringenz gemäß dem Zweck ihrer Verwendung gestalten lassen. Dies gelingt durch die assoziative und systematische Verknüpfung mit allen Elementen, die auf die Sinne der Besucher oder Bewohner einwirken. Durch eine integrative Verknüpfung der Raumgestaltung im Rahmen des Healing Environments Konzepts lässt sich so eine Atmosphäre der Aufgeschlossenheit schaffen, die Menschen das Kommunizieren erleichtert und therapeutische oder erzieherische Ansätze unterstützt.

Dennoch geht es in fast allen Gebäuden darum, Menschen die Kommunikation miteinander zu erleichtern und eine konstruktive und die Beziehung förderliche Umgebung zu schaffen. Schulungsräume, Therapieräume, Rückzugsräume und Cafeterien erfahren jeweils eine eigene und spezifische Nutzung. Mit Healing Environment steht Architekten und Bauherren ein Instrument zur Verfügung, mit dem sich Treffpunkte und Aufenthaltsräume von Beginn an in bislang unerreichter Konsistenz und Stringenz gemäß dem Zweck ihrer Verwendung gestalten lassen. Dies gelingt durch die assoziative und systematische Verknüpfung mit allen Elementen, die auf die Sinne der Besucher oder Bewohner einwirken. Durch eine integrative Verknüpfung der Raumgestaltung im Rahmen des Healing Environments Konzepts lässt sich so eine Atmosphäre der Aufgeschlossenheit schaffen, die Menschen das Kommunizieren erleichtert und therapeutische oder erzieherische Ansätze unterstützt.

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Farben

Farben üben einen großen Einfluss auf den Menschen aus. Der Mensch ist von der Natur nicht ohne Grund mit der Wahrnehmung von Farben ausgestattet. Die nach ökonomischen Prinzipien arbeitende Evolution hätte dem Menschen die Farbwahrnehmung längst entzogen, wenn sie für unseren Fortbestand und unser Wohlergehen nicht so eine große Bedeutung hätte. Farbe erleichtert uns die Orientierung, signalisiert Gefahren oder lässt uns entspannen. Die emotionale Wirkung von Farben wird auch in der Werbung genutzt und lässt Menschen bisweilen sogar Marken allein aufgrund der Farbe eindeutig zuordnen. Farben enthalten Informationen, die unser gesamtes Denken, Fühlen und Handeln prägen und steuern. Mit Healing Environments steht ein Konzept bereit, das Farben und ihre unterstützende Verwendung in Räumen deutlich optimiert.

Was sind eigentlich Farben? Physikalisch betrachtet sind Farben elektromagnetische Schwingungen. Der Mensch nimmt einen bestimmten Bereich dieser Schwingungen über Farbrezeptoren im Auge wahr. Begrenzt wird dieser Farbbereich durch die ultraviolette Strahlung am unteren Ende und die infrarote Strahlung am oberen Ende. Eine besonders wichtige Bedeutung für das Überleben in der Natur hat die Farbe Rot. Im Kontrast dazu empfinden wir die Farben Blau und Grün entspannend und besänftigend. Schweift der Blick über eine ergrünte Landschaft oder den blauen, mit weißen Schäfchenwolken gesprenkelten Himmel, erholt sich der Mensch und schöpft neue Kraft. Doch in der Natur wirken Farben niemals isoliert und erzielen ihre eindeutige Wirkung erst im Verbund mit Strukturen, Formen und Gerüchen. Rot kann auf eine Blutung hinweisen oder auf eine schmackhafte Erdbeere.

Farbe braucht Kontext. Hier setzt das Konzept von Healing Environments an.

Der Akkord aus Farben, Formen und Bewegung hilft dem Menschen, Chancen und Gefahren zu entschlüsseln und rechtzeitig zu erkennen. Dabei kommt der Farbe eine wichtige Rolle zu. Schon Johann Wolfgang von Goethe teilte in seiner Farbenlehre den einzelnen Farben Eigenschaften zu. Die moderne Farbpsychologie hat seine Arbeiten aufgegriffen und weiterentwickelt. Mit dem Konzept von Healing Environments lassen sich Farben zur Gestaltung von Räumen in Kliniken, Firmen und Schulen zielgerecht und im Einklang mit allen anderen Raumeinflüssen harmonisch einbinden. Mit Healing Environments steigern Sie die Wirkung von Farben im Raum.

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Musik

Töne, Akkorde und Harmonien lösen in jedem Menschen Gefühle aus, beschwingen oder lösen Wehmut aus. Ebenso wie alle anderen Komponenten, die das Raumerleben ausmachen, wirkt Musik auf das vegetative Nervensystem des Menschen. Aggressive Musik in schnellem Rhythmus beschleunigt den Puls und erhöht den Blutdruck. Langsame, getragene Musik kann melancholisch machen oder zur Entspannung beitragen. Doch auch schon Hintergrundgeräusche beeinflussen Menschen, führen zu Irritationen oder animieren zu unbewussten Handlungen. Das Schließgeräusch einer Tür oder das Brummen einer Klimatisierung sind Geräusche, die sich nicht ausblenden lassen und bei empfindsamen Menschen Irritationen auslösen können. Healing Environments erfasst den gesamten Soundkomplex eines Gebäudes und bindet die Akustik in eine anthropologisch ausgerichtete Rauminterpretation ein. Im richtigen Kontext eingesetzt können Töne eine heilsame Wirkung entfalten. Aus der Musiktherapie ist der therapeutische Effekt von Musik seit langem gut bekannt.

Innerhalb des Healing Environment Konzepts stellen die Komponenten Musik und Sounddesign einen wichtigen Baustein dar und werden im Kontext von Raum und Raumnutzung betrachtet. Je nach Größe, Zuschnitt und Auskleidung können Räume stark nachhallen oder den Schall fast komplett schlucken - beides wird in Innenräumen als unnatürlich empfunden, erschwert die Kommunikation und kann zu Unwohlsein führen.

Mit Healing Environments werden Geräusche, Töne und Musik in einem Gebäude in einen ganzheitlichen Zusammenhang gestellt, mit den anderen Sinneseindrücken verknüpft und in das Raumempfinden eingebunden. Denn in einer Psychiatrie stehen bei der Akustik und der Integration von Tönen und Musik andere Anforderungen im Zentrum als in einer Ausstellung oder in einer Schule.

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Kunst

Kunst ist eine originäre Ausdrucksform des Menschen. Bilder und Kunstobjekte lösen bei jedem Menschen Empfindungen aus, die sein Raumerleben intensivieren, ausrichten oder auch stören. Die Farben, Formen und Strukturen, die in ein künstlerisches Objekt einfließen, führen bei gegenständliche ebenso wie bei abstrakten Gemälden und Skulpturen zu Reaktionen, die der Nutzung eines Raumes entgegenkommen oder widersprechen. Mit Healing Environment wird Kunst nicht als zusätzliches und das Gebäude oder den Raum bereicherndes Gestaltungsmodul aufgefasst, sondern in das gesamte anthropologische Konzept eingebunden.

Die Integration von Kunstwerken in Räumen, die einem aktuellen Trend entsprechen oder einen oberflächlichen Effekt versprechen, ist nicht zielführend. Im Rahmen von Healing Environments werden Gemälde, Fotografien und Filme als elementare und das menschliche Empfinden berührende Ausdrucksformen verstanden, die sich in das integrative Konzept organisch einfügen müssen.

Welche Kunst in welcher Ausprägung für ein Gebäude oder einen Raum in Frage kommt, lässt sich nur unter Berücksichtigung aller anderen architektonischen Elemente, Farben und Formen und im Verbund mit einem schlüssig interpretierten Ziel der Raumnutzung beantworten. Mit Healing Environments haben Architekten die Expertise zur Hand, die sie für eine gelungene Einbindung von Kunst im Raum und am Gebäude benötigen.

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